Digitaler Zwilling für die Instandhaltung: ein Praxisleitfaden

So hält ein mit dem Smartphone erstellter Anlagendatensatz Wissen und Anleitungen direkt am Einsatzort bereit.

Digitaler Zwilling für die Instandhaltung: ein Praxisleitfaden

Bei einer Störung sucht das Instandhaltungsteam oft nach Informationen, die längst vorhanden sind. Ein digitaler Zwilling für die Instandhaltung verbindet das visuelle Abbild der Anlage mit den zugehörigen Hinweisen und bringt diesen Kontext an die Maschine.

Bei der Anlage beginnen, nicht bei der Simulation

Für den Alltag reicht zunächst die Smartphone-Erfassung einer Pumpe, eines Schaltschranks oder einer Maschine. Wichtig ist: Welches Bauteil ist gemeint, was geschah beim letzten Einsatz und was ist als Nächstes zu prüfen? Eine aufwendige Simulation ist für diese Art von Wissensspeicher nicht erforderlich.

Wissen über den Schichtwechsel hinaus bewahren

Erfahrene Fachkräfte können Prüfpunkte, typische Fehler, sichere Zugänge und Arbeitsschritte markieren. Diese Hinweise sollten mit freigegebenen Verfahren abgeglichen werden. Eine verantwortliche Person aktualisiert sie, sobald sich die Anlage ändert.

Im echten Ablauf testen

Beginnen Sie mit einer wiederkehrenden Störung oder einer wichtigen Anlage. Vergleichen Sie Suchzeit, erneute Einsätze und Eskalationen vor und nach der Einführung. GuideMeAR plant, Anlagen per Smartphone zu erfassen und gespeicherte Hinweise später am realen Objekt in AR anzuzeigen. Der Digital Twin ist für Anfang 2027 vorgesehen.